Von
Anfang an nutzte man das Gebäude Gastronomisch
Ist
von baulichen Sehenswürdigkeiten in Königsbronn die Rede,
erwähnt man den noch erhaltenen Gebäuden des ehemaligen
Zisterzienserkloster's, der unbestrittenen pittoresken
Klosterkirche, dem 1985 renovierten Rokoko - Rathaus und der
Herwartsteinruine meist auch das altehrwürdige Wirtshaus nahe
dem alten Brauereigebäude.
Bereits seit über vier Jahrhunderten existiert dort ein Gasthof,
durchweg unter dem Namen „Weisses Rössle".
Erbaut
um 1552, gelangte das imposante Bauwerk, nachdem es vorher lange
Zeit zum Königsbronner Kloster gehörte, schon anno 1586 in
privaten Besitz: Jakob Muss der damalige Faktor des Hüttenwerkes,
erwarb Grundstück und Gebäude mitsamt Schankgenehmigung.
Der
Ankauf des Wirtshauses erwies sich recht bald als ein lohnendes
Geschäft, nicht zuletzt deshalb, weil der neue Inhaber Jakob Muß
kraft seiner Position als Leiter des Königsbronner Hüttenwerks
den dort beschäftigten Arbeitern den Besuch einer anderen
Gaststätte kurzerhand untersagt.
Im
Jahre 1702 erstritten sich die damaligen Besitzer des Gasthofes,
die Familie Scheuerlen, zusätzlich zur bereits bestehenden
Schankgenehmigung schliesslich noch die Erlaubnis zur
Verköstigung ihrer Gäste und zur Einrichtung von Gästezimmern.
Dies
bedeutete eine Wandlung des „Weissen Rössles" von einer
einfachen Gaststube hin zu einer Herberge. In der Folgezeit
erlebte es einen rasanten Aufstieg zu einem der bekanntesten
Wirtshäuser in Königsbronn.
Auch
die mitunter wüsten Verheerungen zahlloser Kriege und Feldzüge
konnten diese Entwicklung nicht wesentlich beeinflussen oder gar
abwenden; die Bausubstanz blieb weitgehend unbeschädigt
erhalten.
Die
Besitzern des „Weissen Rössles" - in Chronologischer Reihenfolge
waren dies die Familien Muß ( Erwerb des Gebäudes und der
Schankerlaubnis), Veyl, Scheuerlen ( Erwerb der Konzession zur
Verköstigung und Anbieten von Übernachtungen), Hagstotz,
Bletzinger, Sayler, Maier und die Familien Haible / Weischedel.
Ihnen
allen gelang es immer wieder Ungemach von Ihrem Besitz
abzuwenden oder andernfalls den entstandenen Schaden zu beheben.
Im
Jahr 2003 wurde die Klosterbrauerei AG mit Wolfgang Reich als
Vorstandsvorsitzendem gegründet.
Familie Lindenmeyer
hat die Pacht seit Dezember 1978 inne und kann also wegen der
bewegten, doch immer aufstrebenden Geschichte des „Weisses
Rössles" mit einigem Recht stolz sein auf „Ihre" Gaststätte.